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Die zehn größten Fehler,

9.10.07 - die Sie als Bewerber begehen können, habe ich in dieser Liste zusammengefasst. Bedauerlicherweise tauchen sie in der Praxis stets wiederkehrend auf.
- Seien Sie pünktlich, wenn es darauf ankommt, mit dem Gesprächspartner vereinbarte Termine, Telefonanrufe, eMails oder Postsendungen einzuhalten. Unterschätzen Sie die Wirkung nicht, die Sie mit Ihrer Unpünktlichkeit beim beworbenen Unternehmen unter Umständen erzeugen.
- Wählen Sie eine Garderobe, die bürgerlichen Maßstäben entspricht. Das gilt auch für künftige Azubis. Für irgendeinen Szenelook werden Sie garantiert bestraft.
- Verbergen Sie Tattoos und Piercings. Beides könnte auf Ihren Gesprächspartner eine unerwünschte Wirkung haben bzw.Vorurteile erzeugen
- Seien Sie in Ihrem Auftreten allen Mitarbeitern des beworbenen Unternehmens gegenüber höflich. Das fängt beim Pförtner an. Ein Verstoß gegen diese Regel fällt im Vorfeld Ihrer Bewerbung auf Sie zurück.
- Befleissigen Sie sich einer ordentlichen Aussprache. Es fängt schon mit der Begrüßung an. Übrigens: Besonders junge Personalfachleute werden wieder ausgesprochen konservativ. Darum ist das in der Gesellschaft üblich gewordene unverbindliche „Hallo“ einem Personalentscheider – egal, welchen Alters – gegenüber garantiert fehl am Platz. Führt Ihr Gesprächspartner den Doktortitel, gehört dieser mit zur Anrede. Ob jemand promoviert hat, können Sie zuvor seiner Visitenkarte oder dem Briefkopf seines Einladungsschreibens entnehmen.
- Lassen Sie sich auf das Bewerberinterview so ein, dass Ihr Gesprächspartner Ihr ehrliches Interesse an der Position feststellen kann. Also antworten Sie in ganzen Sätzen, die grammatikalisch und stilistisch einwandfrei sind und seien Sie nicht mundfaul.
- Das, was Sie sagen, muss mit dem, was Sie zuvor in Ihre Bewerbungsunterlagen geschrieben haben, sachlich übereinstimmen. Wenn Ihr Gegenüber hier Unstimmigkeiten entdeckt, war`s das für Sie.
- Reden Sie niemals abfällig über einen Ihrer alten Arbeitgeber, eines seiner Produkte bzw. Dienstleistungen, einen Kollegen oder Ihren Aufgabenbereich überhaupt. Das gleiche gilt für Lehrstellenbewerber: Wer seine Schule, die Lehrer oder Schüler dort im Bewerbungsgespräch madig macht, erweist sich selbst einen Bärendienst. Ein solches Verhalten legt man Ihnen ganz einfach als Charakterschwäche aus.
- Wenn Sie sich als Bewerberin oder Bewerber verheiratet sind, tragen Sie Ihren Ehering. Wer seinem Ehepartner schon rein optisch nicht die Treue hält, wird mit Moral und Zuverlässigkeit allgemein eher ungezwungen umgehen. Jedenfalls entsteht sofort dieser Eindruck. Und welcher Arbeitgeber möchte schon einen unzuverlässigen Mitarbeiter rekrutieren? Für Führungskräfte gilt diese Regel in besonderem Maße. Geben Sie sich keinen falschen Vorstellungen hin: Die Gesellschaft wird wieder konservativer.
- Wenn das neue Unternehmen Sie einstellt, treten Sie Ihren Posten auch an. Das gilt auch für künftige Azubis. Viele Bewerber und Jobstarter bilden sich allen Ernstes ein, dass man mal eben vom Arbeits- bzw. Ausbildungsvertrag zurücktreten könne. Doch so einfach ist das nicht. Mittlerweile schreiben Unternehmen entsprechende Verbotsklauseln in ihre Vertragstexte hinein. Aber selbst wenn Sie vorzeitig wieder aus dem Dienstverhältnis herauskommen: Sie müssen diesen Schritt in Ihren künftigen Bewerbungen wahrheitsgemäß angeben. Und das wäre auf Dauer nicht gut für Sie.
In diesem Sinne !
Ihr Lothar Grüning
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